Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung im Rathaus Altona

Mo., 6.07., 19 bis 22 Uhr, Kollegiensaal:
Öffentliche Ausstellungseröffnung
Ein Septett des Hamburger Konservatoriums spielt
Bach-Kantaten.
Mi., 8.07., 18:30 Uhr, Kollegiensaal:

„Wege der Flüchtlinge von Westafrika nach Europa“
Diavortrag des Nordafrika-Korrespondenten
Mirco Keilberth.

Anschließendes Gespräch mit:
Dr. Christine Harth, Projektleiterin Care Dtl. im Niger
Anais Elbassil, Flüchtlingsbeauftragte der NGO
„Maison du Droit et des Migration“ aus Tunis.

Abu Ahmed Yakobi, ehemaliger Staatssekretär der libyschen Regierung und Imam in Hamburg

Fr., 10.07., 15:00 Uhr, Kollegiensaal:

„Bürgerliches Engagement für Flüchtlinge in Hamburg“
Veranstaltung von Hamburger Initiativen für bürgerschaftliches Engagement. Interessierte sind herzlich willkommen


Mo., 14.07., 18:00 Uhr, Kollegiensaal:

„Leben auf der Flucht“

Chancen und Herausforderungen für den
Fluchtort Hamburg“
Veranstaltung für die Hamburger Verwaltung, Politik,
Fachleute und Interessierte.



" Freunde für einen Moment"   Peter, Evans und John aus Lagos in der Franziskus Kirche von Dacha, Tripolis, der einzige Treffpunkt der Migranten in der Stadt.  Das Boot mit dem John auf dem Weg nach Lampedusa war, wurde Ende 2013 auf offener See abgefangen und zurück gebracht. Über die Zeit im Gefängnis schweigt er lieber.   Ohne Geld, Telefon und Reisepass versuchte der 24 Jährige auf einer Baustelle das Geld für den nächsten Versuch zu verdienen.   Peter verlor 7 Freunde bei einem Bootsunglück Anfang 2014.  Über 50 Passagiere ertranken. Während seine Mitbewohner nach einem nächtlichen Anruf ihres Kontaktmannes zu einem abgesprochenen Treffpunkt am Strand eilten, blieb er alleine in der Sammelunterkunft zurück. „Ich bin am Meer aufgewachsen, ich spürte, dass der Wetterumschwung die Fahrt in den kaum seetauglichen Booten zu einem Selbstmordkommando machen würde.“ Er hat bis Anfang diesen Jahres in einer Autowaschanlage gearbeitet und seine Frau nachgeholt. Seit ein paar Monaten sind  Peter, Evans und John unter ihren  libyschen Nummer nicht mehr zu erreichen. Tripolis, November 2013